Digitl automatisiert Content-Produktion für LUQOM
Der MarTech-Dienstleister Digitl hat für die LUQOM Group einen GenAI Media Asset Generator entwickelt. Das System wandelt einfache Produktbilder automatisiert in kontextbezogene Lifestyle-Bilder und Videos um. Bei einem ersten A/B-Test mit 300 KI-generierten Bildern erzielten die Assets 40 Prozent mehr Klicks als die bisherigen Produktfotos.
Die Lösung adressiert ein zentrales Problem großer E-Commerce-Sortimente: die aufwendige Produktion von Bild- und Videoinhalten. LUQOM verfügt über mehr als 80.000 Produkte. Die automatisierte Erstellung soll es ermöglichen, unterschiedliche visuelle Varianten für Produkte, Märkte und Kampagnen wirtschaftlicher zu produzieren.
GenAI erstellt Lifestyle-Assets für 80.000 Produkte
Nach Angaben der Unternehmen lagen die Produktionskosten für ein KI-generiertes Bild bei rund 10 Cent. Klassische Fotoshootings können dagegen je nach Setting Kosten im vierstelligen Bereich verursachen. Neben den niedrigeren Produktionskosten steht die Möglichkeit im Vordergrund, größere Mengen an Content für unterschiedliche Anwendungen bereitzustellen.
Im ersten A/B-Test wurden 300 KI-generierte Lifestyle-Bilder mit den bisherigen Produktfotos verglichen. Die KI-Assets erzielten dabei einen Klick-Uplift von 40 Prozent und steigerten die Click-Through-Rate um 43 Prozent.
LUQOM setzt auf automatisierte Content-Produktion
Vanessa Stützle, CEO der LUQOM Group: „Visueller Content ist für den E-Commerce extrem wichtig und für ein Sortiment mit 80.000 Produkten entsprechend aufwändig. Es war bislang nicht möglich, für alle Produkte, für alle Länder und in allen Stilrichtungen individuellen Content ökonomisch sinnvoll zu erstellen – schon gar nicht Lifestyle-Bilder und Animationen. Das sieht jetzt ganz anders aus."
Für LUQOM geht die Anwendung über die reine Bildproduktion hinaus. Die Technologie soll Bestandteil einer breiteren Unternehmensstrategie für den Einsatz von KI werden.
Vanessa Stützle: „Wer heute davor zurückschreckt, seine gewohnten Prozesse radikal infrage zu stellen, wird in einer Welt von KI und Agenten unsichtbar. Mit der Unterstützung von Digitl und der Technologie von Google ist es uns gelungen, einen wichtigen Baustein für unsere Unternehmensstrategie umzusetzen, der dazu beigetragen hat, dass wir uns einen klaren Wettbewerbsvorteil erarbeitet haben."
Google Cloud bildet technische Grundlage
Der Media Asset Generator basiert auf der Infrastruktur der Google Cloud und nutzt unter anderem die KI-Modelle Gemini und Veo. Digitl hat zudem eine automatisierte Qualitätskontrolle in die Produktionspipeline integriert.
Dabei kommt der sogenannte LLM-as-a-Judge-Ansatz zum Einsatz. Ein Sprachmodell bewertet die generierten Inhalte anhand definierter Kriterien. Nach Angaben von Digitl und LUQOM können dadurch rund 90 Prozent der erzeugten Assets ohne manuelle Prüfung für Marketingkampagnen freigegeben werden.
KI-Pipeline soll Time-to-Market verkürzen
Die automatisierte Prüfung reduziert den manuellen Aufwand bei der Content-Produktion. Kreativteams können dadurch stärker auf Aufgaben konzentriert werden, bei denen menschliche Gestaltung und Kontrolle erforderlich sind.
Für Digitl zeigt das Projekt, wie generative KI mit bestehender Marketing- und Cloud-Infrastruktur verbunden werden kann. Der Dienstleister unterstützt Unternehmen und Agenturen bei Strategie, Implementierung und Nutzung von MarTech- und Cloud-Lösungen.



