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Drei Berliner Startups erhalten Gründungspreis 2026

Drei Berliner Startups erhalten Gründungspreis 2026

Drei wissenschaftsbasierte Startups aus Berlin sind mit dem 14. Gründungspreis der Berliner Sparkasse von Science & Startups ausgezeichnet worden. Die prämierten Unternehmen entwickeln Lösungen in den Bereichen Medizintechnik, Materialwissenschaft und Infrastrukturüberwachung. Die Preisverleihung unterstreicht die Bedeutung forschungsnaher Ausgründungen für den Innovationsstandort Berlin.

Die Auszeichnung wurde am 4. Juni im Veranstaltungshaus der Berliner Sparkasse am Wannsee vergeben. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro vergeben. Der erste Platz war mit 12.000 Euro dotiert. Rund 200 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil, die zugleich den Auftakt der JUNI Future Week 2026 bildete.

Blueprint Biomed erhält ersten Platz

Den ersten Platz belegte Blueprint Biomed. Das Unternehmen entwickelt Knochenimplantate auf Basis von Forschungsergebnissen der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Technologie soll körpereigene Heilungsprozesse aktivieren und künftig eine Alternative zu herkömmlichen Knochentransplantationen bieten.

Neben dem Hauptpreis erhielt Blueprint Biomed auch den Publikumspreis. Platz zwei ging an Porelio, ein Startup aus dem Bereich Materialwissenschaften. Das Unternehmen entwickelt Herstellungsverfahren für funktionalisierte mesoporöse Silikamaterialien, die unter anderem in der Pharmaindustrie, bei Katalyseverfahren und beim Recycling von Edelmetallen eingesetzt werden.

Den dritten Platz belegte die Spree Monitoring GmbH. Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung eine Technologie entwickelt, mit der Schäden im Inneren von Betonbauwerken frühzeitig erkannt werden können. Die Lösung richtet sich insbesondere an Betreiber von Brücken und anderer kritischer Infrastruktur.

Wissenschaftliche Ausgründungen im Fokus

Der Gründungspreis wird gemeinsam von der Berliner Sparkasse und Science & Startups vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die aus dem Berliner Hochschul- und Forschungsumfeld hervorgegangen sind und im Vorjahr gegründet wurden.

Claudia Dirks, Science & Startups: „Ein Ökosystem lebt von seinen Vorbildern und Auszeichnungen, die Standards setzen. Sie benennen, wer die Branche voranbringt – und motivieren alle anderen, es ihnen gleichzutun. Die heutigen Gewinner sind die Role Models von morgen, denn sie geben einem Ökosystem den Kompass. In unserem Fall heißt das auch, den Wissenschaften neue Richtungen geben."

Berlin setzt auf Forschung und Unternehmertum

Zu den Gästen der Preisverleihung gehörten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sowie die Präsidentinnen und Präsidenten der drei Berliner Exzellenzuniversitäten.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Berlin ist die Gründerhauptstadt Deutschlands – mit rund 40.000 neuen Gewerbeanmeldungen und über 600 Startup-Gründungen pro Jahr. Diese Stärke beruht auf einer exzellenten Wissenschafts- und Forschungslandschaft sowie einer klaren wirtschaftspolitischen Strategie."

Wegner verwies auf die Bedeutung von Initiativen wie Science & Startups und dem Innovationsverbund JUNI für die Entwicklung des Berliner Startup-Ökosystems.

Berlin University Alliance hebt Innovationspotenzial hervor

Science & Startups ist der gemeinsame Gründungsservice der Partner der Berlin University Alliance. Dazu gehören die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Sprecher der Berlin University Alliance und Präsident der Freien Universität Berlin: „Der Gründungspreis zeigt, welches Potenzial in der Berliner Spitzenforschung steckt. In einer Zeit, in der die Förderung von Wissenschaft und Innovation unter erheblichem Druck steht, senden die ausgezeichneten Gründungsteams ein wichtiges Signal: Wir unterstützen sie."

Nach Angaben der Organisatoren standen neben den Preisträgern auch die Startups Platoniq, Molecular Garden, Blindleister und Elu Mobility im Finale des Wettbewerbs. Die Auswahl erfolgte durch eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern von Finanzwirtschaft, Startup-Szene und Innovationsförderung.

www.science-startups.berlin

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