Ford Pro bringt Dealer Uptime Services nach Deutschland
Ford Pro rollt die Software Dealer Uptime Services nach einer Pilotphase bundesweit aus. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Fahrzeugflotten und ermöglicht es Ford-Händlern, den technischen Zustand vernetzter Fahrzeuge zu überwachen. Ziel ist es, Wartungen vorausschauend zu planen und Ausfallzeiten um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.
Vorgestellt wurde Dealer Uptime Services beim Ford Pro Uptime Event im Autohaus Ernst+König in Freiburg. Das Autohaus gehörte zu 16 Partnern aus Deutschland und Österreich, die das System seit mehr als einem Jahr im Rahmen eines Pilotprojekts getestet haben. Dabei betreuten die Händler mehr als 2.800 Fahrzeuge von über 250 Gewerbekunden. In den kommenden Wochen soll die Software bei Ford-Partnern in ganz Deutschland eingeführt werden.
Händler überwachen Fahrzeugzustand
Nach Zustimmung der Kunden erhalten Ford-Händler Zugriff auf die Zustandsdaten vernetzter Fahrzeuge. Sie können unter anderem Warnmeldungen, anstehende Wartungen, den Ölzustand sowie verfügbare Software-Updates überwachen.
Dadurch lassen sich Werkstatttermine frühzeitig planen und Ersatzteile rechtzeitig bestellen. Laut Ford reduziert der proaktive Ansatz die Ausfallzeiten von Flottenfahrzeugen um bis zu 50 Prozent.
Pilotprojekt richtet sich an kleinere Flotten
Valdrin Gashi, Autohaus Ernst+König: „Bisher waren wir darauf angewiesen, dass sich die Kunden bei uns melden und ihren Servicebedarf schildern. Das kam oft zu spät, nämlich dann, wenn das Fahrzeug schon nicht mehr fahrtauglich war, und führte zu unnötigen Ausfallzeiten. Diese verlängerten sich noch, als wir kurzfristig keine Werkstatttermine anbieten konnten.“
Seit 2019 stattet Ford Pro seine Nutzfahrzeuge mit integrierten Modems aus. Nach Angaben des Unternehmens nutzen inzwischen mehr als 1,2 Millionen Kunden in Europa die Daten der vernetzten Fahrzeuge. In der DACH-Region sind rund 260.000 Nutzfahrzeuge mit aktivierten Modems unterwegs, die alle fünf Sekunden ein Daten-Update senden. Bislang wurden diese Datenservices vor allem von größeren Unternehmen mit eigenem Flottenmanagement genutzt.
Ausbau des Serviceangebots
Wilhelm Buchmüller, Direktor Ford Pro Deutschland, Österreich und Schweiz: „Deshalb führen wir jetzt mit Dealer Uptime Services ein neues Software-Tool ein, das wir speziell für kleine und mittlere Betriebe entwickelt haben. Unser Anspruch ist es, nicht nur die besten Nutzfahrzeuge anzubieten, sondern auch die besten Service-Leistungen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Einsatzzeit der Fahrzeuge, also deren Uptime zu erhöhen. Mit Dealer Uptime Services, unserem neuesten Tool im Ford Pro Werkzeugkasten, werden wir diesem Anspruch gerecht.“
Zu den Pilotkunden zählt auch die Metzgerei Reichenbach aus Glottertal. Deren Fahrzeugflotte wird vom Autohaus Ernst+König betreut.
Ulrich Reichenbach: „Wir müssen nicht mehr den Zustand unserer Flotte überprüfen oder uns um Service-Termine kümmern. Das macht jetzt alles Ernst+König für uns. So sparen wir Zeit, sprich Geld, und können uns auf unser Geschäft konzentrieren.“
Mobiler Service und Ford Pro Mobility wachsen
Beim Uptime-Event stellte Ford Pro außerdem den Ausbau seines mobilen Services sowie von Ford Pro Mobility vor. Nach Unternehmensangaben sind derzeit 93 Service-Vans bundesweit im Einsatz. Die mobilen Werkstätten können rund 80 Prozent aller planbaren Arbeiten wie Wartungen, Ersatzteilwechsel oder Software-Updates direkt beim Kunden durchführen. Bis Ende des Jahres soll die Flotte auf 100 Fahrzeuge wachsen und rund 50.000 Einsätze absolvieren.
Auch Ford Pro Mobility wird erweitert. Das seit 2024 angebotene Programm richtet sich an Unternehmen, die auf speziell umgebaute Nutzfahrzeuge wie Kipper oder Kühltransporter angewiesen sind. Das Netzwerk umfasst inzwischen mehr als 100 Standorte in Deutschland. Laut Ford ist die Zahl der Mietverträge für diese Spezialfahrzeuge auf fast 11.000 gestiegen und liegt damit rund 3,5-mal höher als im Vorjahr.
Mit Dealer Uptime Services sowie dem Ausbau der mobilen Serviceangebote verfolgt Ford Pro das Ziel, die Einsatzzeiten von Flottenfahrzeugen durch vernetzte Dienste und zusätzliche Serviceleistungen zu erhöhen.



