Liplyn startet Academy für KI-Sichtbarkeit
Die zunehmende Verbreitung von KI-gestützten Suchsystemen verändert nach Einschätzung des niederländischen Unternehmens Liplyn die Anforderungen an digitale Sichtbarkeit. Mit der Gründung der Liplyn Academy erweitert das Unternehmen sein Angebot um Weiterbildungsprogramme für Organisationen, die sich auf den Wandel im Such- und Informationsverhalten vorbereiten wollen.
Die Academy bietet Schulungen zu KI-Sichtbarkeit, Vibe Coding und Agentic AI an. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage von Unternehmen nach Orientierung im Umgang mit KI-Assistenten und generativen Suchsystemen.
Unternehmen sehen Wandel bei der Online-Suche
Nach Ansicht von Liplyn entwickelt sich die Suche im Internet zunehmend von klassischen Suchmaschinen hin zu KI-gestützten Assistenten, die Informationen zusammenfassen und Empfehlungen aussprechen.
Luke Liplijn, Gründer von Liplyn: „Ich prognostiziere, dass in fünf Jahren 80 % der Apps auf unseren Mobiltelefonen durch KI-Assistenten ersetzt sein werden und die Google-Suchleiste, wie wir sie seit Jahren kennen, innerhalb eines Jahres nicht mehr existieren wird."
Liplijn erwartet, dass Nutzer künftig häufiger Suchanfragen direkt an KI-Assistenten richten, die Ergebnisse filtern, personalisieren und teilweise auch Transaktionen übernehmen können. Als Beispiel nennt er die Immobilien- oder Produktsuche, bei der Assistenten passende Angebote automatisch identifizieren und Nutzer informieren könnten.
KI-Sichtbarkeit gewinnt an Bedeutung
Mit dieser Entwicklung verändern sich laut Liplyn auch die Anforderungen an Marketing- und Kommunikationsstrategien. Während Suchmaschinenoptimierung lange auf Rankings in Suchmaschinen ausgerichtet war, rückt nun die Frage in den Fokus, welche Quellen von KI-Systemen ausgewählt und empfohlen werden.
Luke Liplijn: „Die neue Frage ist: Werden Sie von KI-Systemen erwähnt, zitiert und als vertrauenswürdig eingestuft? Das erfordert ein Umdenken in Bezug auf Inhalte, Autorität, Technologie und Reputation."
Nach Angaben des Unternehmens beschränkt sich diese Entwicklung nicht auf bekannte Plattformen wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude. Weltweit entsteht eine Vielzahl spezialisierter KI-Systeme, die Informationen unterschiedlich bewerten und bereitstellen.
Regulierung und Datenschutz bleiben zentrale Themen
Parallel zur technologischen Entwicklung gewinnen regulatorische Fragen an Bedeutung. Laut Liplyn bieten einige Anbieter bereits Möglichkeiten, die Nutzung von Inhalten durch KI-Systeme einzuschränken oder einer Aufnahme in KI-generierte Übersichten zu widersprechen.
Das Unternehmen verweist zudem auf die zunehmende gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Als Beispiel nennt Liplyn die Ende Mai vorgestellte Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV., die sich mit Fragen der Menschenwürde im Zeitalter der KI auseinandersetzt.
Academy ergänzt bestehendes Angebot
Die Liplyn Academy ist Teil der Unternehmensstrategie, Organisationen beim Umgang mit KI-gestützten Informationssystemen zu unterstützen. Neben Schulungsangeboten entwickelt Liplyn Lösungen für KI-Sichtbarkeit und Content-Distribution.
Nach Unternehmensangaben betreibt die Liplyn Group zudem ein Netzwerk von mehr als 70 Websites mit einer Reichweite von über vier Millionen Besuchern pro Monat. Die Academy soll Unternehmen dabei unterstützen, die Funktionsweise von KI-Systemen besser zu verstehen und deren Auswirkungen auf Kommunikation, Sichtbarkeit und Markenwahrnehmung einzuordnen.



