appWash: Startup verzeichnet mit Geschäftsmodell „Wäsche als Service“ rasantes Wachstum
Das erste aus Miele hervorgegangene Startup, die Miele Operations & Payment Solutions GmbH, verzeichnet fünf Jahre nach seiner Gründung bereits über 300.000 Nutzer und erzielt einen zweistelligen Millionenumsatz. Unter der Marke appWash stattet das 2019 gegründete Unternehmen Waschküchen in Studentenwohnheimen und Mehrfamilienhäusern aus. Jüngstes Geschäftsfeld sind Campingplätze. Das Geschäftsmodell basiert auf einer digitalen Plattform: appWash installiert Geräte und Software, Nutzer buchen freie Waschmaschinen und Trockner über die App und bezahlen bargeldlos.

Von dem Geschäftsmodell profitiert auch der Eigentümer einer Einrichtung: appWash wickelt als Service alle Bezahlvorgänge und Nutzerfragen ab oder übernimmt alternativ den operativen Betrieb komplett.
Martin Hünten, der gleichberechtigt mit Frederik Wiedei Geschäftsführer ist, sagt: „Als wir 2019 mit Unterstützung von Miele gestartet sind, waren Geräte noch mit Münzautomaten ausgestattet, die regelmäßig geleert werden mussten und auch mal aufgebrochen wurden.“
Frederik Wiedei, ergänzt: „Das Outsourcing des Waschküchenbetriebs durch den Hauseigentümer an uns und das zugehörige Pay-per-Use-Modell für Nutzerinnen und Nutzer waren auch für Miele Neuland.“
Heute wird statistisch gesehen alle vier Sekunden eine appWash-Maschine gestartet. Installationen des Startups finden sich seit einigen Monaten auch auf gut ausgestatteten Campingplätzen. Das Angebot, die Wäsche unkompliziert zu erledigen, haben allein im Jahr 2024 bereits über 10.000 Camper genutzt.
Beide Geschäftsführer waren zuvor im Smart-Home-Bereich von Miele beschäftigt. Im Rahmen der Ausarbeitung neuer Geschäftsmodelle innerhalb von Smart Home erstellten sie das Konzept für appWash, das sie in einem internen Pitch 2018 der unternehmensinternen Miele Venture Capital Einheit (MVC) präsentierten.
Dr. Christian Zangs, Co-Geschäftsführer der MVC, sagt: „Die Innovationskraft, Marktrelevanz und die Nähe zum Kerngeschäft von Miele haben uns stark beeindruckt. Mit einem Startinvestment und den nötigen Beratungsleistungen, wie zum Beispiel bei der Ausgestaltung von Verträgen mit Lieferanten, haben wir appWash auf ihrem Weg zum Erfolg unterstützt und gefördert.“
Die Bindung an Miele war und bleibt eng. Denn für die Ausstattung der Waschküchen setzt appWash auf Maschinen von Miele Professional. Bewährt haben sich hier unter anderem die „Kleinen Riesen“: Waschmaschinen und Trockner für haushaltsübliche Beladungsmengen, die aber für eine höhere Dauerbelastung ausgelegt sind als Hausgeräte für den privaten Gebrauch.
Strategie passt zum Professional-Business von Miele
Dr. Christian Kluge, verantwortlich für die Professional-Sparte bei Miele, sagt: „In den letzten Jahren hat sich appWash zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Wir haben daher die weitere Betreuung von appWash von der MVC auf die Business Unit Professional übertragen.“ „appWash passt ausgezeichnet zu unserer Strategie. Wie in anderen Bereichen bieten wir mit appWash eine Systemlösung an – von den Geräten über die Software bis zum Service.“
Kluge sieht für viele Branchen einen wachsenden Bedarf an Komplettlösungen, nicht zuletzt, weil es schwieriger wird, Personal zu finden.
appWash ist inzwischen in über 25 Ländern vertreten. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Gütersloh und beschäftigt aktuell 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Europaweit nutzen mehr als 300.000 Menschen appWash regelmäßig.
Seit 2022 fördert Miele Unternehmensausgründungen mit einem eigenen Intrapreneurship-Programm, der Pioneering GmbH. Beschäftigte können sich mit neuen Produkten und Services bewerben, die zu Miele passen. Erweist sich eine Geschäftsidee in mehreren Pitches als förderwürdig, unterstützen Pioneering GmbH und Miele Venture Capital den Marktstart. Parallel investiert die Miele Venture Capital mit Minderheitsbeteiligungen in Startups, die für Miele und seine Kundinnen und Kunden aus technologischer Sicht oder aufgrund ihres Geschäftsmodells einen erheblichen Mehrwert bieten.




